Mittwoch, 25. Januar 2012

Ein neuer Tag
Heute gab es endlich etwas Sonne. Da fühlt man sich doch gleich viel lebendiger.
Im Büro konnte ich auch einiges produzieren und jetzt lasse ich mir ein schönes, heißes Bad einlaufen, um noch eine Stunde ganz für mich zu haben.

Das vermeintliche Paar, ist in seinem Bemühen um Geheimhaltung so auffällig unauffällig, dass es mich umso mehr nervt. Ich weiß es ja auch, und beide wissen, dass ich es weiß. Nur die anderen zwei sind offenbar noch ahnungslos. Mir wäre es dann schon lieber, alle wüßten Bescheid und wir könnten einfach weiter machen mit unserem Leben. So gibt es immer eine komische Energie. Und ich muss ständig aufpassen, dass ich mich nicht verquatsche. Achnaja.

Noch ein Tag und zwei Abende, dann ist auch wieder Luft in der Bude. Meine Mutter hat tatsächlich alle Unterlagen zusammen bekommen. Dafür hat sie es irgendwie geschafft, ihren Flug ungewollt auf Business Class upzugraden, es dann telefonisch zu reklamieren und heute mit einer weiteren Rechnung über schlappe 300€ extra (für einen Flug der hin und zurück schon weniger kostet) konfrontiert zu werden. Aber ich kann mich nicht um alles kümmern. Das muss sie jetzt irgendwie allein auslöffeln. Und dann chattet sie allen Ernstes wieder mit diesem Arsch, der sie hat sitzen lassen und wegen dem ICH die ganze Zeit das Geheule anhören musste. Das macht mich richtig wütend. Wie so ein geprügelter Hund, der bei seinem Herrchen um Anerkennung bettelt. Wie bescheuert kann man eigentlich sein?

Ich geh dann mal ins Wasser....



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Dienstag, 24. Januar 2012

Och nö irgendwie
Mein Lieblingsholländer hat sich vor ein paar Tagen entsprechend meiner Vorhersage von seinem holländischen Mädchen getrennt. Keine Woche später verdichten sich nun die Hinweise, dass er was mit unserer Bürokollegin anfängt. Irgendwie nervt es mich. Vermutlich kratzt es einfach nur ein wenig an meinem Ego. Vielleicht hatte ich aber auch doch noch eine unterschwellige Hoffnung, er könne sich entgegen aller Erwartungen für eine Mittdreissigerin begeistern. Nein, eigentlich habe ich nur das Gefühl, dass sich um mich herum alle unglaublich leicht damit tun, ein passendes Gegenstück zu finden. Und ich sitze auf dem Trockenen. Nur der Sepp (ich nenne ihn jetzt mal so, weil er ein waschechter Bayer ist), der macht mir eindeutige Angebote, allerdings auch nur aus der sicheren Distanz. Und so recht hüpft mein Herz da nicht bei dem Gedanken. Winter und Tristesse und fehlende menschliche Zuwendung... nervt, nervt, nervt.

P.S. und noch zwei Tage und drei Nächte mit meiner schnarchenden Frau Mutter...



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Sonntag, 22. Januar 2012

I don't like
Sonntagabende.

Stimmt nur halb. Aber ich mag sie nicht alleine verbringen. Meine schnarchende Mutter nebenan zählt nicht. La Katz auch nicht.
Es wird wirklich Zeit für einen Kerl, mit dem man sich dann ordentlich in den Laken wälzen kann. Einer, den ich länger als ein paar Wochen ertrage, ohne mich zu langweilen oder dass ich die Nummer eines Therapeuten raussuchen möchte. Einen richtigen Kerl mit ordentlich Haaren auf der Brust, Grips und Humor. Einer, der mich einfach gut findet. Einer, der will. Berlin scheint nicht das richtige Pflaster zu sein für mich. Sucks.



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Sonntag, 15. Januar 2012

The big conspiracy
Die ganze Welt hat offenbar nichts anderes zu tun, als sich gegen meine Mutter zu verschwören. So fühlt sie sich zumindest und lässt es mich wissen - jede Minute, seit sie eingetroffengefallen ist... Ich kann es nicht mehr hören. Das hab ich ihr jetzt mal genauso rücksichtslos an den Kopf geworfen. Sie liegt beleidigt auf dem Sofa und schmollt. Ist mir gerade auch noch egal. Wenn sie hergekommen ist, um schlechte Laune zu verbreiten, will ich sie möglichst wenig sehen. Das geht so nicht. Punkt.



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Donnerstag, 12. Januar 2012

Das Karussell dreht sich weiter...
Es fühlt sich an, als sei der Jahreswechsel schon Wochen weit weg. Morgen kommt nach kurzfristiger Ankündigung meine Mutter für zwei Wochen nach Berlin. Ihr Antrag wurde ja zunächst wieder abgelehnt und neue, teilweise reichlich willkürliche, Formalitäten gefordert, für die sie nun also herkommt. Glücklicherweise ist das Rückflugticket in zwei Wochen schon gebucht. Das nimmt die Anspannung ein wenig raus. Vorfreude sieht dennoch anders aus. Denn das bedeutet natürlich auch wieder, dass ich die nächsten zwei Wochen nie alleine sein werde.

Im Job steht gerade eine wichtige Auftragsentscheidung an. Wenn das klappt, könnte ich mich endlich etwas sanieren. Aber ob sie meine Tagessätze schlucken, ist noch völlig offen. Sie sind angemessen, aber gerade in Berlin heißt das nichts. Es gibt immer noch viele, die sich viel zu günstig verkaufen. Da mache ich aber nicht mit. Wenn es nicht klappt, wird sich anderes ergeben.

Gestern habe ich eine Art Einstandsessen für meine neue Bürokombo gegeben. Es gab Feldsalat als Vorspeise, Für den Hauptgang Putenbraten mit selbstgemachtem Rösti und dazu gebratene Äpfel. Und zum Dessert Vanille Panna Cotta mit heißen Himbeeren. Der andere neue Kollege war fürs Nasse zuständig und füllte uns mit widerlichem Pfefferminzlikör ab, der den hübschen Namen "Berliner Luft" trug. Aber solange es Klarer ist, vertrag ich es ganz gut. Nur Wein und Bier geht momentan gar nicht mehr. Drei Schluck und ich hab Migräne. Also fott damit. Zumindest für den Moment. Jedenfalls war es wirklich sehr lecker und sowas von gesellig, dass ich das am liebsten einmal die Woche machen würde. Meinen Holländer mag ich ja immer mehr. Der ist so liebenswert, dass man manchmal gar nicht weiß wohin mit seiner Zuneigung. Sexy finde ich ja soundso. Aber er bleibt eine Tagträumerei und das ist auch vollkommen ok.

La Katz klebt wieder an mir. Die kann sich die nächsten zwei Wochen an meine Mutter halten. Vielleicht schlafe ich dann wieder etwas ruhiger. Das werde ich jetzt mal versuchen, denn ich muss zeitig Richtung Flughafen morgen.

Auf dass es zwei entspannte Wochen werden. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.



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Montag, 2. Januar 2012

Back in the Alltag
Weiter geht's, ganz ohne Pause. Die Woche wird ein Projekt abgeschlossen. Ein zweites liegt schon viel zu lange halbfertig in der Wartestellung. Andererseits kam da vom Auftraggeber auch herzlich wenig Feedback. So ein Immobilienheini ohne viel Plan. Mein Bauchgefühl sagt mir, der will am Ende vermutlich nicht zahlen. Aber neue Projekte stehen an und ich bin froh, wenn ich frische Herausforderungen bekomme. Das Gefühl, ein Projekt erfolgreich abgeschlossen zu haben, ist wunderbar. Aber sich in neue Konzepte zu stürzen, ist dafür spannender.

In Momenten der Konzentrationsfreiheit schließe ich die Augen und erinnere ich mich an seine Lippen und seine Hände und seine Wärme und erfreue mich an dem Gefühl, dass in mir aufsteigt. Bisher gefällt mir 2012.



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Vorsätze für's neue Jahr


...definitiv mehr Spaß am Leben haben!



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Sonntag, 1. Januar 2012

Frohes Neues!
Ich hoffe, Euer Rutsch war genauso perfekt wie meiner!

Bis zum Morgengrauen getanzt, wenig getrunken und viel geknutscht. Der Herr war angemessen hartnäckig in seinen Versuchen, in meinem Bett zu übernachten statt bei meinen Kollegen auf dem Sofa. Ich wollte aber auch keinen emotionalen Kater und bin letztlich standhaft geblieben, auch wenn ich zugeben muss, dass es mir reichlich schwer fiel. Ein wirklich hervorragender Küsser :). Heute bin ich aber doch ganz froh, alleine aufzuwachen in Leichtigkeit und mit wunderbaren Erinnerung an Silvester 2011/2012. So einen Jahresanfang lasse ich mir gerne gefallen...

Happy new year!



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