Mittwoch, 16. Mai 2012
Luft raus
gedankengebaeude, 14:17h
Die ganze Woche schon bin ich völlig erschöpft. Heute war dann auch noch der Kreislauf im Keller und bescherte dazu Schwindel und Übelkeit. Keine Ahnung, was das Universum (oder in dem Fall mein Körper) mir sagen will. Ich habe keinen großen Stress, schlafe genug, esse genug, unternehme genug, gönne mir aber auch Pausen. Vielleicht ist es auch dieses Wetterhinundher. Heute arbeite ich versuchsweise von zu Hause und versuche, mich ein bisschen zu erholen. Mich nervt diese Unproduktivität. Das ist wieder kontraproduktiv für den Erholungsfaktor. Blöd.
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Samstag, 12. Mai 2012
Nach Vorne schauen
gedankengebaeude, 10:36h
Seltsame Woche. Nicht Fisch, nicht Fleisch. Seit langem mal wieder nervige Kunden, die keine Ahnung haben, aber alles besser wissen. Ich überlege, ob ich das Projekt abbrechen soll. Meine Lebensenergie lieber in gute Dinge investieren. Ich sollte üben "Nein" zu sagen in solchen Situationen. Das Vorgespräch war an sich gut. Aber in der Umsetzung taugen die nicht. Vielleicht auch Augen zu und durch. Mal sehen.
Ich habe gerade Familienbesuch in der Stadt. Meine Großtante xten Grades aus Israel und ihr Sohn mit seiner Frau aus New York. Die sind alle sehr süß und die letzten Abende habe ich gut und ausgiebig gespeist. Heute steht noch ein Ausflug an. Ich hoffe, wir werden nicht weggefegt von den angekündigten Sturmböen. Ein ungewohntes Gefühl, so etwas wie Familie zu haben. Aber auch schön. Dass die Verwandtschaft letztlich nur über meinen Uropa besteht, merkt man jedenfalls nicht.
Es ist auch spannend, all die Geschichten mal aus einer anderen Perspektive zu hören.
Der Ex-Kerl verliert mit zunehmendem Abstand seinen Zauber. Die meiste Zeit spielt er einen fiktiven Charakter, weil er glaubt, der werde von ihm erwartet.Die Vorstellung, eine ewige Rolle zu spielen, weil man sich selbst gar nicht kennt, ist ausgesprochen traurig. Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, wie das sein muss. Wie fremd man sich dabei wohl fühlt. Ich denke schon, dass ich hinter diese Fassade geblickt habe. Aber der Mensch, der dort wartet, den liebt und akzeptiert er selbst nicht.
Jedenfalls denke ich immer seltener daran und konzentriere mich wieder mehr auf mich, mein Leben und meine Ideen.
Ich habe gerade Familienbesuch in der Stadt. Meine Großtante xten Grades aus Israel und ihr Sohn mit seiner Frau aus New York. Die sind alle sehr süß und die letzten Abende habe ich gut und ausgiebig gespeist. Heute steht noch ein Ausflug an. Ich hoffe, wir werden nicht weggefegt von den angekündigten Sturmböen. Ein ungewohntes Gefühl, so etwas wie Familie zu haben. Aber auch schön. Dass die Verwandtschaft letztlich nur über meinen Uropa besteht, merkt man jedenfalls nicht.
Es ist auch spannend, all die Geschichten mal aus einer anderen Perspektive zu hören.
Der Ex-Kerl verliert mit zunehmendem Abstand seinen Zauber. Die meiste Zeit spielt er einen fiktiven Charakter, weil er glaubt, der werde von ihm erwartet.Die Vorstellung, eine ewige Rolle zu spielen, weil man sich selbst gar nicht kennt, ist ausgesprochen traurig. Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, wie das sein muss. Wie fremd man sich dabei wohl fühlt. Ich denke schon, dass ich hinter diese Fassade geblickt habe. Aber der Mensch, der dort wartet, den liebt und akzeptiert er selbst nicht.
Jedenfalls denke ich immer seltener daran und konzentriere mich wieder mehr auf mich, mein Leben und meine Ideen.
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Montag, 7. Mai 2012
Zweckoptimismus
gedankengebaeude, 21:26h
Es war ein wirklich schöner Abend. Natürlich gab es auch Momente, in denen ich mich daran erinnern musste, nicht aus Gewohnheit seine Hand zu nehmen, ihn zu berühren oder zum Abschied zu küssen. Ich schätze, es ging ihm da ähnlich. Den leuchtenden Blick als ich in meinem gut sitzenden schwarzen Kleid auf ihn zukam, konnte er jedenfalls nicht verbergen. Aber an mangelndem körperlichen Begehren ist unser Beziehungsversuch ja auch nicht gescheitert.
Auf der einen Seite war es ein sehr schönes Gefühl, ihm auch so nah zu sein, wieder über Gott und die Welt reden zu können. Auf der anderen Seite klafft die Lücke all der unausgesprochenen Dinge, der nicht ausgelebten Gefühle in mir. Ich hoffe, dass sich letzteres mit der Zeit legt. Hinterher gab es diesmal keine Heulkrämpfe. Ein paar Minuten des Innehaltens, tief Durchatmens, dann Loslassens. Heute ist es etwas schwieriger. Heute fehlt er mir. Aber es wird schon. Jeden Tag ein bisschen mehr.
Morgen sind zum ersten mal zwei Wochen rum. 14 Tage zwischen zwei Einnahmen. Das hatte ich kein einziges Mal in den letzten drei Jahren.
Und ich habe Flüge gebucht. 2.5 Wochen zu meiner Mutter. Ich muss mal raus. Ich hoffe einfach, dass sie mit ihrem Visum und der neuen Wohnung und allem mal so entspannt sein wird, dass mein Jahresurlaub nicht vom Ruin bedroht ist... Zweckoptimismus.
Auf der einen Seite war es ein sehr schönes Gefühl, ihm auch so nah zu sein, wieder über Gott und die Welt reden zu können. Auf der anderen Seite klafft die Lücke all der unausgesprochenen Dinge, der nicht ausgelebten Gefühle in mir. Ich hoffe, dass sich letzteres mit der Zeit legt. Hinterher gab es diesmal keine Heulkrämpfe. Ein paar Minuten des Innehaltens, tief Durchatmens, dann Loslassens. Heute ist es etwas schwieriger. Heute fehlt er mir. Aber es wird schon. Jeden Tag ein bisschen mehr.
Morgen sind zum ersten mal zwei Wochen rum. 14 Tage zwischen zwei Einnahmen. Das hatte ich kein einziges Mal in den letzten drei Jahren.
Und ich habe Flüge gebucht. 2.5 Wochen zu meiner Mutter. Ich muss mal raus. Ich hoffe einfach, dass sie mit ihrem Visum und der neuen Wohnung und allem mal so entspannt sein wird, dass mein Jahresurlaub nicht vom Ruin bedroht ist... Zweckoptimismus.
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Sonntag, 6. Mai 2012
Lucky Day
gedankengebaeude, 14:55h
Sie starren mich immer noch an, die unerledigten Steuererklärungen. Das geht mir gerade am Allerwertesten vorbei. Denn heute ist ein guter Tag! Meine Mutter rief (immerhin erst gegen 9 Uhr) an und erzählte mit freudiger Stimme, dass sie endlich, endlich die dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung bekommen hat. Sie klang schwebend und ich freue mich aufrichtig für uns beide. Möge sie das Glück umarmen und sich keine neuen Umstände basteln, die ihr das vermeintliche Recht geben, zu jammern!
Außerdem bin ich heute zu ersten Mal 12 Tage schmerzmittelfrei! Die Abstände werden nachhaltig immer länger :).
Und ich habe gewonnen. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich etwas gewonnen. Freikarten für Figaros Hochzeit im Bodemuseum. Ich freue mich riesig. Nicht nur liebe ich Mozart, mit dem ich vor allem regelmäßige Videosessions mit meinem Großvater verbinde, der jede jemals ausgestrahlte Operninszenierung aufnahm. In dieser Location wird es sicher auch ein wundervoller Abend. Eigentlich war ich mit dem Herrn Ex heute auf einen ersten freundschaftlichen Kinoabend verabredet. Aber Oper fand er auch super. Ich gehe dieser Tatsache mit gemischten Gefühlen entgegen. Ich werde mich einfach auf das schöne Erlebnis konzentrieren und mich entspannen.
Was zieh ich nur an? Oper ist heutzutage ja auch nicht mehr mit einer Gala gleichzusetzen. Andererseits ist das schon etwas besonderes. Na, ich geh mal wühlen. Der Schrank hat ja genug Kleider, die auf eine Gelegenheit warten, getragen zu werden...
Außerdem bin ich heute zu ersten Mal 12 Tage schmerzmittelfrei! Die Abstände werden nachhaltig immer länger :).
Und ich habe gewonnen. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich etwas gewonnen. Freikarten für Figaros Hochzeit im Bodemuseum. Ich freue mich riesig. Nicht nur liebe ich Mozart, mit dem ich vor allem regelmäßige Videosessions mit meinem Großvater verbinde, der jede jemals ausgestrahlte Operninszenierung aufnahm. In dieser Location wird es sicher auch ein wundervoller Abend. Eigentlich war ich mit dem Herrn Ex heute auf einen ersten freundschaftlichen Kinoabend verabredet. Aber Oper fand er auch super. Ich gehe dieser Tatsache mit gemischten Gefühlen entgegen. Ich werde mich einfach auf das schöne Erlebnis konzentrieren und mich entspannen.
Was zieh ich nur an? Oper ist heutzutage ja auch nicht mehr mit einer Gala gleichzusetzen. Andererseits ist das schon etwas besonderes. Na, ich geh mal wühlen. Der Schrank hat ja genug Kleider, die auf eine Gelegenheit warten, getragen zu werden...
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Freitag, 4. Mai 2012
My head is killing me
gedankengebaeude, 10:25h
Seit mehr als einer Woche wache ich fast täglich mit Migräne auf. Ich weiß, mein Körper will mir damit sagen, dass ich gestresst bin, dass ich mehr Sport machen soll und regelmäßiger essen und trinken muss. Das Knie ist besser. Sport läuft jetzt wieder. Bei Speis und Trank gebe ich mir alle Mühe, dran zu denken. Aber mit so einem Kopf arbeiten oder alternativ die Übelkeit, die mit den Tabletten einhergeht, ertragen zu müssen, verursacht nur weiteren Stress. Ich mache ja schon Pausen, so gut es geht. Den emotionalen Stress kann ich allerdings nicht einfach wegwischen.
Ganz langsam verblasst die ständige Sehnsucht. Ich denke nicht mehr in jeder freien Minute an ihn und konzentriere mich mehr auf mein eigenes Leben und mein direktes Umfeld. Tagsüber geht das ganz gut. Die Abende und die Wochenenden sind immer noch hart.
Ganz langsam verblasst die ständige Sehnsucht. Ich denke nicht mehr in jeder freien Minute an ihn und konzentriere mich mehr auf mein eigenes Leben und mein direktes Umfeld. Tagsüber geht das ganz gut. Die Abende und die Wochenenden sind immer noch hart.
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Dienstag, 1. Mai 2012
Tag der Arbeitsverweigerung
gedankengebaeude, 18:22h
Die Steuern schauen mich mit den großen Augen der Vernachlässigten an. Aber ich fühle mich heute zu entwurzelt. Außer nach zwei Wochen die eigenen vier Wände wieder bewohnbar zu machen, habe ich nichts geschafft.
In meinem Umfeld nur noch Paare, die nachvollziehbar um sich selbst kreisen. Vor der Tür 1.Mai-Trubel, Hundertschaften von Polizisten und entfernt das Donnern eines vorbeiziehenden Gewitters. Und meine Gedanken kreisen immer wieder um ihn. Er fehlt mir so an diesen Tagen. So gerne hätte ich mit ihm die Stadt erkundet, das Leben und den Rest der Welt. Das kann ich auch alleine, vermute ich. Aber es macht nur halb so viel Spaß, wenn man es mit niemandem teilen kann. Ich will es auch nicht mit irgendwem teilen. Wenn ich in den Spiegel schaue, sehe ich die hässliche Fratze des Selbstmitleids. Es ist einfacher, wenn man feststellt, dass der Verflossene im Grunde ein Arschloch war. Ihn kann ich nicht mal hassen...
In meinem Umfeld nur noch Paare, die nachvollziehbar um sich selbst kreisen. Vor der Tür 1.Mai-Trubel, Hundertschaften von Polizisten und entfernt das Donnern eines vorbeiziehenden Gewitters. Und meine Gedanken kreisen immer wieder um ihn. Er fehlt mir so an diesen Tagen. So gerne hätte ich mit ihm die Stadt erkundet, das Leben und den Rest der Welt. Das kann ich auch alleine, vermute ich. Aber es macht nur halb so viel Spaß, wenn man es mit niemandem teilen kann. Ich will es auch nicht mit irgendwem teilen. Wenn ich in den Spiegel schaue, sehe ich die hässliche Fratze des Selbstmitleids. Es ist einfacher, wenn man feststellt, dass der Verflossene im Grunde ein Arschloch war. Ihn kann ich nicht mal hassen...
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Montag, 30. April 2012
Eignungsprüfung
gedankengebaeude, 19:55h
Die meiste Zeit geht es ganz passabel. Ich arbeite und zwinge mich, raus zu gehen. In Wellen schwappt die Ratlosigkeit dann plötzlich über mich, und die Sehnsucht, und die Traurigkeit. Ich will die Leichtigkeit zurück, die Freude, die Lust.
Das nächste mal sollte ich ein psychologisches Gutachten fordern, bevor ich auch nur einen Abend verschwende... Ich bin es so leid! Und ich vermisse ihn so!
Das nächste mal sollte ich ein psychologisches Gutachten fordern, bevor ich auch nur einen Abend verschwende... Ich bin es so leid! Und ich vermisse ihn so!
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